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Rückflug Delhi nach Berlin – Tag 33

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Das war es also! Rückflug nach Deutschland.
Wir ließen uns von Krischeys Freund mit dem „Mumbai“ Taxi mitten in der Nacht zum Flughafen fahren. Krischey konnte das leider nicht leisten, da auch in Delhi keine Tuc-Tucs am Flughafen erlaubt sind. Und nur für die Verabschiedung sollte er nicht mitten in der Nacht aufstehen.
Unser Fahrer kam überpünktlich und verstaute unser Gepäck sicher im Wagen.
Es war kalt am frühen Morgen in Delhi.
Am Flughafen drückten wir ihm die letzten 600 Rupien in die Hand und verabschiedeten uns herzlich. Nun ging der Rückflug von Delhi über München zurück nach Berlin.

Es war eine fantastische Reise.

Abschied von Indien – Tag 32

Unser letzter Tag in Indien, nach 5 Wochen die wir quer durch das Land gereist sind, ist angebrochen. Bei Anbruch des Tages holte uns unser Fahrer wieder vom Hotel ab um in dasselbe Restaurant wie gestern zu fahren. Wir wollten die Gelegenheit nutzen um seiner Frau dies uns heute zum Essen erwartetet ein Gastgeschenk zu machen.
Und das Restaurant / Süßwarenladen war dafür perfekt.
Diesmal leider nicht! Ein Feiertag stand vor der Tür und der Andrang war gigantisch. Also ließen die Besitzer kurzerhand das Restaurant geschlossen um sich konsequent dem Verkauf von süßen Geschenken zu widmen.

Von da aus fuhren wir auch gleich zu Krischeys Haus um dort die Gastgeschenke auszutauschen und königlich verköstigt zu werden. Gefolgt von dem betrachten des Fotoalbums der Hochzeit seiner Tochter. Jetzt gehörten wir zur Familie!

Da Krischey ein gläubiger Sikh ist führte er uns danach in seine Tempel, den Guru Dwara Bangla Saheb in Delhi. Hier wurden wir gleich am Eingang von den Einheimischen getrennt und in ein Séparée geführt welches für Ausländer zur Verfügung stand.
Gäste konnten hier auf bequemen Stühlen ihre Schuhe ausziehen und ihre Sachen unter Aufsicht zurücklassen. In dem Raum lagen auch mehrsprachige Broschüren über die Glaubensgemeinschaft der Sikh aus damit wir uns damit beschäftigen konnten.

Unser Kopf wurde verhüllt und wir wurden auf die Tempelanlage geführt.
Das beeindruckendste am Guru Dwara Bangla Saheb ist der Fischteich in der Mitte der Anlage angelegt ist. Hier schwimmen unzählige riesige Fische umher, die so zutraulich sind das man sie mit der Hand füttern kann.

Da sich der Tag dem Ende zuneigte, sind wir dann zum Maßschneider gefahren um unserer Anzüge und Hemden abzuholen. Natürlich mussten wir uns wieder einen Vortrag über die Kunst des teppichwebens anhören und uns zusätzlich tausende Dinge zeigen lassen die wir nicht kaufen wollten. Das gehört wohl dazu! Nach der Anprobe waren wir allerdings mit dem Ergebnis zufrieden und verließen mit vielen Glückwünschen den Laden.

Jetzt aber schnell in das Hotel zurück bevor Raymonds schließt, hier hatten wir schließlich gestern auch noch ein Hemd bestellt.
Wir schafften es rechtzeitig zu 18 Uhr, der Schneider nicht.
Es dauerte noch 45 Minuten bis die Hemden geliefert wurden. Und das Ergebnis trug nicht zu unserer Zufriedenheit bei. Mein Slim Fit Hemd saß an keiner Stelle so wie es sollte. Einzig die Ärmellänge stimmte.
Der Besitzer war sehr bestürzt und fragte zögernd ob wir noch Zeit hätten. Dann lud er uns ins Auto und fuhr mit uns durch die Stadt zu der Näherei die unsere Hemden produziert hatte.

Wir betraten die kleine Souterrain Manufaktur und trauten unseren Augen nicht. Der Chef der Schneiderei war der Schneider der am zweiten Tag in Delhi unsere ersten Anzüge so unglaublich verschnitten hatte. Er erkannte uns auch sofort wieder uns wusste zu welchem Aufstand wir fähig waren.
Nach seiner Frage ob ich mit dem Hemd welches ich gerade trug zufrieden wäre knöpfte er es kurzentschlossen auf und vermaß das Hemd sorgfältig. Anschließend wurde das missglückte Slim Fit Modell in seine Einzelteile aufgetrennt und mit der Schneiderschere neu geschnitten. Ein zweiter Schneider nähte es sofort wieder zusammen und der dritte im Raum schwang das Bügeleisen. Und voila, nach 25 Minuten war mein körperbetont genäht und passt perfekt.
Der Besitzer der Raymond Filiale fuhr uns anschließend wieder nach Karol Bagh zurück.
Nach dieser Verzögerung blieb uns nur noch die Koffer zu packen um früh den Indira Gandhi Airport nach Deutschland anzusteuern.

Jama Masjid Moschee in Delhi – Tag 31

In der Früh ging es wieder mit Krischey und seinem Tuc-Tuc auf Erkundungstour in Delhi.
Als erstes mussten wir natürlich Frühstücken um für die letzten Tage in Form zu sein. Die Auswahl der Lokalitäten überließen wir Krischey der dafür ein gutes Händchen hatte.
Diesmal fuhren wir in ein Viertel mit bewaffneten Wachposten vor der Tür und majestätischen Gartenanlagen.
Auf den ersten Blick waren wir in einem Frühstücks Cafe. Hier gab es Kuchen, arabische Süßigkeiten mit Mandeln, Zimt und Marzipan.
Natürlich auch gute indische Küche mit Brot und Bohnen zum Dippen.

Inneneinrichtung indisches Cafe

Der Laden war vom Ansehen und den gehobenen Kunden zu urteilen, so was wie das Café Sacher in Wien. Wirklich köstlich und bezahlbar.

Da hatten wir auch genug Kraft um die vor vier Wochen bestellten Anzüge zu testen.
Diese Schneider verstand sein Handwerk und mussten bei der ersten Anprobe nur Kleinigkeiten anpassen die am nächsten Tag zur vollsten Zufriedenheit bereinigt sein sollten.

Hier zeigte man uns auch noch Gastgeschenke für unsere Freunde in Deutschland die wir unbedingt kaufen sollten. Eins davon war eine Klangschale. Natürlich wie immer zu einem unverschämten Preis von 4500 Rupien, die wir nicht bereit waren zu investieren.

Wir wollten noch was von Delhi sehen und ließen uns nach Chandni Chowk fahren. Diese große Einkaufsstraße im Herzen von Delhi ist legendär.

Ganz in der Nähe befindet sich auch die Jama Masjid Moschee. Hier sollen an jedem Freitag 20.000 Gläubige gemeinsam beten. Leider war es der falsche Tag.

Also sind wir noch schnell zum Triumphbogen dem „India Gate“ gefahren um dort zu Fuß zu flanieren.

Danach sollte noch das Haus von Mahatma Ghandi besichtigt werden was jetzt zu einem modernen Museum umgebaut wurde. Der trip lohnt sich allerdings nicht. In dem Museum ist Kunst die dem großen Freiheitskämpfer gewidmet ist zu sehen, die schwer verständlich ist.

Und so ließen wir uns frühzeitig am vorletzten Tag in der Ajmal Khan Road absetzen um ungestört noch die letzten Einkäufe ohne Fahrer zu tätigen.
Und siehe da, wir fanden auch am Ende der Straße einen Laden der Klangschalen zum Verkauf anbot. Allerdings kosteten sie hier keine 4500 Rupien, sondern nur 600 Rupien.
Aus dieser Laune heraus bestellten wir bei Raymond, dem Hemdenschneider in Indien, je ein Hemd. Abholung bei vollster Zufriedenheit nächsten Abend um 18 Uhr.
Und wieder diese unglaubliche Spannung wie das Ergebnis diesmal aussehen wird.
So gingen wir in unser Hotel um für den letzten Tag in Indien ausgeruht zu sein.