Mumbai und Elephanta Island – Tag 19

9.00 Uhr erfolgt der Aufbruch zum Gate of India. Von unserem Hotel ist das ein 30 min Fußmarsch ohne Geschäfte und verstopfte Straßen. Hier geht ab 10.00 Uhr von der Anlegestelle die Fähre nach Elephanta Island für ganze 130 INR. Vorsicht beim Einsteigen. Auf dem Ticket steht “ keine weitere Service Charge“ Uns wollte man auf dem Schiff für die Fahrt auf dem Oberdeck noch ein paar Rupien abknöpfen. Typisch indisch eben.

Davon ist man aber nicht nur als Europäer betroffen, die erhöhten Gebühren und andere Preisaufschläge sind Ober- gegen Unterschicht. Auch wohlhabende Inder werden zur Kasse gebeten. Wichtig für Leute ohne Frühstück, Essen mitnehmen die Fahrt dauert eine Stunde.
Beim Anlegen dann das gleiche Spiel, kaum ist man an Land kommen die Schlepper.
Vorsicht auf der Insel. Beim Ausstieg will einem jeder Einheimische einen Guide für 300 – 500 INR „empfehlen“. Ein deutschsprechender Guide ist jedoch im Eintrittspreis schon enthalten. Also einfach weitergehen und die „Empfehlung“ ignorieren.
Einzig das Zugticket für ganze 10 INR ist zu lösen, wer nicht die 2 km zu Fuß gehen will.
Hier lernten wir Stephan aus Hamburg kennen. Er reiste allein und wir beschlossen den Tag zu dritt zu verbringen und uns auszutauschen.

Die Führung auf Elephanta Island ist sehr ruhig und entspannt. Der weibliche Guide spricht sehr gutes Deutsch. So kann man nach 2h die Insel gebildeter verlassen.

Auf dem Rückweg geht es durch endlose Stände von Mitbringseln die in den höchsten Tönen angepriesen werden. Entweder handeln oder mindestens um die Hälfte drücken.
Den Rückweg mit der Fähre verbrachten wir im Gespräch mit Stephan, der uns auch in das Taj Mahal Palace Hotel begleiten wollte. Hierbei handelt es sich um das erste Haus am Platze von Mumbai.
Viele Filmstars und die Königin von England wohnen hier wenn sie die ehemalige Kolonie besucht. Da das Hotel Opfer eines Anschlags während der Terrorwelle 2008 geworden war sind die Sicherheitsvorkehrungen entsprechend. Ähnlich dem Hotel Adlon in Berlin gibt es hier Shop in Shop Boutiquen in denen die Schönen und Reichen einkaufen können.
Wir entschieden uns für unsere Lieblingsmarke Montblanc. Nur mal kurz schauen. Bei den Stiften war kein Schnäppchen zu machen, aber bei der Geldbörse zahlt man 50% vom deutschen Preis. Der eigentliche Grund unseres Besuches war aber ein Kaffee im Restaurant.

Fündig wird man da im ersten Stock. Mit Blick auf das Gateway of India genoss ich einen
Choco Breeze für 125 INR. Der beste meines jungen Lebens übrigens.
Dazu gab es für die Kaffeetrinker noch eine Flasche Wasser, frisches Schmelzwasser aus dem Himalaya. Auch hier wieder der Tipp etwas Warmes zum Anziehen dabei zu haben. Bei der Kälte brachen wir schnell auf um noch bei der besten Kebap Bude in Mumbai etwas essen zu gehen.
Leider erwischten wir einen Feiertag und damit die geschlossen Tür.
Alternativ dazu kann ich das Leopolds nicht empfehlen. Das Kultbistro ist laut, teuer und die Bedienung ist komplett überfordert.

Das alles dauerte so lange das wir unser letztes Ausflugsziel, das „Dhobi Ghat“ oder die „größte Waschmaschine der Welt“ nur nach Feierabend erreichten. Die Waschmaschine ist ein komplettes Viertel in dem die gesamte Wäsche für Mumbai unter freiem Himmel in gemauerten Bottichen gewaschen wird.

Stephan musste sich leider verabschieden weil er nächsten Tag den Rückweg nach Deutschland antrat. Aber wozu gibt es den Facebook?!

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