Panaji, die Hauptstadt von Goa – Tag 22

Die aufgehende Sonne kitzelte uns als wir um 06.30 den Sonnenaufgang verschlafen hatten. Zeit zum Frühstücken. Da die Inder kein Nein kennen war der erste der seine Wirtschaft fegte fällig. Nach unserer Frage nach Frühstück, stürzte er hinter den Herd weckte den Koch und fing an zu brutzeln. In Arambol Beach kann man nach Nationalitäten essen. Wir hatten den israelischen Spezialisten erwischt.

Tolles Frühstück für 180 Rupien. Kann man nicht meckern.

Im Allgemeinen ist Arambol jedoch ziemlich touristisch erschlossen und nicht wirklich das was wir in Indien sehen wollten. Wir beschlossen weiter zu ziehen. Vorher wollten wir jedoch noch den Strand in Richtung Norden erkunden.

Was sich schlussendlich als gute Entscheidung erwies.
Nördlich von Arambol Beach existiert ein Süßwasser-See keine 300 Meter vom Strand entfernt der aussieht wie das Paradies. Genial.

Natürlich gab es wieder pfiffige Inder die dort Liegen vermieteten und bis zum nächsten Restaurant liefen um den Besuchern alle Wünsche zu erfüllen.

Also Paradies Island mit Vollpension.

Nach ein paar Stunden in den Lagunen mussten wir aber los um unser nächstes Ziel noch vor dem Abend zu erreichen. Also ab zum Busbahnhof nach Mapusa und weiter nach Panaji der Hauptstadt von Goa.

Aus Zeitmangel musste auch wieder der Lonely Planet Indien herhalten, der diesmal die einzige Enttäuschung auf der Reise präsentierte.

Das Hotel in Panaji, Goa aus dem Lonely Planet Indien geht gar nicht.
Die realen Umstände im Hotel Republica das mit rustikalem Charme aufwarten sollte.
Es war dreckig, selbst für Indien. Die Bettwäsche speckig und staubig, die Matratze brüchig. Der Besitzer hat versucht jeden Touristen abzuzocken und war schwer beleidigt dass wir ohne Passkopien anreisten.
Die durften wir dann selber kopieren gehen. Es sei denn wir zahlen einen stark überhöhten Servicepreis. Und selbst bei der Abreise (Check Out) verlangte er Geld um das Gepäck für 4 Stunden in seinem Büro zu lagern.

600 INR für ein grausames Zimmer und kein Wechselgeld.

Ebenso stellten wir fest, dass unser Abendessen ausfallen musste. Geplant war eine Bootsfahrt auf dem Mandovi mit einem Raddampfer. Das Ganze nennt sich Dinner Cruise. Bei der Ankunft am Landungssteg stellten wir fest dass dieses Ereignis nur Mittwoch und Sonntag stattfindet. Alternativ buchten wir die Party Cruise (ohne Essen) für 150 INR p.P. für 1 Stunde.

Notiz an mich: unbedingt kein zweites Mal machen. Ist eine Erfahrung wenn man Inder in Feierlaune sehen will, allerdings reicht diese eine Erfahrung ein Leben lang. Jugendliche beim Tanztee unter elterlicher Aufsicht beschreibt die Szene wohl treffender. Hier wurde Musik in 20 Minuten Intervallen gespielt, wobei die männlichen, meist jugendlichen und die Damen der Schöpfung jeweils einen eigenen Intervall bekamen um je nach Geschlecht allein auf der Tanzfläche zu toben. Die andere Spezies schaute verschüchtert oder auch begeistert dem Treiben zu.
Und es wurde Alkohol ausgeschenkt, was ich so in Indien nie erlebt habe.

Sehr ernüchtert erreichten wir dann mitten in der Nacht unser schmutziges Hotel um weitere Abenteuer zu erleben.

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