Entdeckungstour in Delhi – Tag 2

Unsere Entdeckungstour geht weiter

Am zweiten Tag die große Überraschung. Wir wollten um 10 Uhr abgeholt werden, 09.56 Uhr klingelte es auf unserer indischen Nummer. Der Fahrer stand vor der Tür. Hungrig wie wir sind wollten wir als erstes Frühstück, aber bitte indisch und im Original.
Also fuhren wir zu einem Diner der von Einheimischen wirklich gut frequentiert war. Immer dabei unser Handdesinfektionsmittel. Die Seife in den Waschbecken sollte man doch eher nicht anfassen und Flüssigseife ist noch nicht so modern in Delhi.

Nach dem Essen sollst Du ruhen oder tausend Schritte tun.

Die Umsetzung ist Lodi Gardens im Herzen von Delhi.


Das Grabmal von Mohammed Shah, eingebettet in einen 360.000 qm großen Garten, lädt dazu förmlich ein. Sehr ruhig inmitten der Stadt kann man hier am Vormittag erste Eindrücke von der Architektur und den Grabstätten in Indien sammeln. Für einen Rundgang kann man gut und gerne eine Stunde einplanen.

Vergiss den Government Store

Das nächste Ziel auf der fahrergeführten Tour war der Government Store. Nachdem wir mit dem Feilschen und den Preisen nicht so zufrieden waren, versuchten wir hier unser Glück. Die Preise werden von der Regierung festgelegt, sind aber für indische Verhältnisse alles andere als billig.
Auch hier hat man das Gefühl, die Verkäufer leben nur von der Provision und gehen davon aus das der Europäer grundsätzlich alles bezahlen kann und alles braucht.
Die Verabschiedung fällt, solange man höflich bleiben will, nicht so leicht.
Hier sollte dann ein: “Danke aber wir gehen jetzt“ sehr schnell angebracht sein. Das wird sonst während Deiner Reise eine unglaubliche Verschwendung Deiner Lebenszeit.

Das Grabmal des Mahatma Gandhi

Wir waren nach einer Stunde sehr genervt und verbaten unserem Fahrer weitere Einkaufsziele anzusteuern.
Und so fuhren wir weiter auf unserer Entdeckungstour durch Delhi.
Als nächstes besichtigten wir das Mahatma Gandhi Memorial. Wer Gedenkstätten liebt sollte sich das nicht entgehen lassen. Der Rundgang malerisch in einem Park gelegen beherbergt einen schwarzen Marmorsockel den man umlaufen soll. Natürlich barfuß.
Auch hier ist eine Stunde einzuplanen um nicht zu hetzen.

Das Rote Fort

Eine der großen Attraktionen in der indischen Hauptstadt ist das Red Fort (Rote Fort). Gebaut als Residenz für den Mogulherrscher Shah Jahan (der auch das Taj Mahal erbauen ließ) ist es das größte Gebäude der Stadt. 250 INR pro Person kostet die Besichtigung für Ausländer. Dafür gibt es einen extra Touristenschalter und man muss nicht anstehen.
Wir hatten leider verpasst einen Guide am Eingang mitzunehmen. Die Fülle der innenliegenden Gebäude ist immens. 2h sind hier wirklich schnell rum.

Die erste Anprobe

Jetzt war es soweit, unsere Anzüge sollten für die erste Anprobe bereitstehen. Also fuhren wir zum Maßschneider.
Und wirklich, die Anzüge waren innerhalb von 24h fertig. Nur passen wollten sie nicht. Da wir auch in Deutschland bei unseren Jobs Maßanzüge tragen, waren wir einen gewissen Komfort gewohnt. Der sollte sich allerdings hier nicht einstellen. Mein Anzug hatte leichte Probleme mit Falten im Kragenbereich, während der Damenanzug saß wie ein Sack. Meine Begleiterin war empört und brachte das auch klar zum Ausdruck. Die Verkäufer versuchten sie zu beschwichtigen und versprachen alle Mängel bis zum nächsten Tag abzustellen. Was wieder 2h verschwendete Zeit in einem klimatisierten Geschäft bedeutete!

Essen in Shastri Nagar

Nach diesem Marathon durch das kulturelle Erbe der Mogulen und deren Schneiderkunst kam uns das Essen zu dem uns unser Fahrer Krischey zu sich nach Hause einlud gerade recht. Im Stadtteil Shastri Nagar kochte seine Frau für uns ein landestypisches Gericht mit Mango Pickles.
Vorsicht, höllisch scharf.

Shoppen ohne Babysitter

Und so endet der zweite Tag in Indien mit einer Tuc-Tuc Fahrt zurück nach Karol Bagh in unser Hotel. Wo wir natürlich noch nicht wirklich zu Bett gingen. Wir nutzten die verbleibenden Stunden um uns allein in der Ajmal Khan Road von den unzähligen Geschäften inspirieren zu lassen. Diese sind übrigens günstiger wenn man ohne indische Begleitung eintritt. Der Begleiter erhält zum Teil bis zu 40 % Provision. Was auch erklärte warum alle Geschäfte mit unserem Fahrer so überhöhte Preise hatten.

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