Pferdekutsche

Agra und das Taj Mahal – Tag 10

Das Highlight der Reise – das Taj Mahal

Hier ein Video zur Einstimmung:

2. Teil Taj Mahal – Im Zeichen der Liebe
3. Teil Taj Mahal – Im Zeichen der Liebe

Ankunft 05.45 Uhr in Agra. Am Bahnhof gibt es einen Prepaid Taxischalter mit Festpreisen, der hilft bei der Orientierung. Allerdings bedeutet Taxi immer ein Auto. Das kostet grundsätzlich mehr als eine Motorrikscha, die für zwei Leute mit Gepäck völlig ausreicht.

Wir ließen uns gleich in das Hotel Maya fahren. Hier hatten wir uns schon von Varanasi aus telefonisch angekündigt. Das Hotel gehört Eva einer Deutschen aus Hamburg.

Sie vertröstet uns mit dem Zimmer auf eine spätere Stunde nach dem Check-Out der Abreisenden. Jetzt reichte uns auch eine Abstellkammer für das Gepäck.

Bei so früher Stunde ist mir nie nach Essen, allerdings hat das Hotel Maya guten Kaffee zum Frühstück. Da meine Begleitung im traditionellen Sari unterwegs sein wollte, fragten wir noch nach einer Hilfe für das Anlegen des Kleidungsstücks. So besorgte uns das Hotel eine Sari-Verkäuferin aus der Nähe die, gegen ein wirklich kleines Trinkgeld, beim ankleiden half.

Wir wollten Kultur und machten uns sogleich auf den Weg.
Zuerst ging es zu Fuß über das Westgate ins Taj Mahal, ein guter Marsch von ca. 20 Minuten vom Hotel aus.

Wichtig: Ausländer zahlen grundsätzlich das zehn- oder zwanzigfache des Preises für Sehenswürdigkeiten. So kostet der Eintritt zum Taj Mahal pro Person 750 INR.

An der Kasse sprechen einen auch gleich viele, viele Guides an, die ihre Dienstleistung verkaufen wollen. Sucht Dir einen aus, es lohnt sich.
Wir zahlten 500 INR (ungefähr der Wochenlohn eines Arbeiters) für eine zwei Stunden Tour und haben es nicht bereut.
Der Guide sprach fließend englisch und zeigte und wirklich die besten Plätze mit Informationen wie sie so nicht im Reiseführer stehen.

Wir verabschiedeten uns von ihm noch in der Anlage des Taj Mahal mit der Begründung das Bauwerk alleine auf der Bank genießen zu wollen. Sonst schleppen Euch die Guides noch zu Händlern in der Nähe die Euch stundenlang Verkaufsgeschichten erzählen und eure Lebenszeit stehlen.

Das können wir auch alleine. Wir verließen die Anlage durch das Südtor, welches in das Handwerksviertel führt. Hier findet ihr in erster Linie Handwerker die sich auf Mosaikkunst spezialisiert haben. Natürlich gibt es auch den üblichen Souvenir Shop, Touristenpreise inklusive.

Zu empfehlen ist das Hotel Taj auf der Handwerksgasse. hier bekommt man für 100 Rupien eine gute indische Platte mit Brot. davon werden zwei Personen zur Mittagszeit locker satt. W-lan inklusive.

Am Ende der Gasse findet man dann die üblichen Verdächtigen die einen zu weiteren Attraktionen bringen wollen.

Für die Weiterfahrt entschieden wir uns zur Abwechslung für einen Pferdewagen. Da unser Kutscher nur Hindi sprach zogen sich die Verhandlungen etwas in die Länge.
Wir zogen aber ein paar Einheimische zu Rate die übersetzten uns das alles.

Also ging es mit dem Pferdewagen zum Fort Agra für ganze 250 INR. Dort angekommen bot uns der Kutscher an die zwei Stunden auf uns zu warten.

Auch im Fort von Agra gibt es Guides die man buchen kann. Für 300 INR (Anfangspreis 475 INR) bekamen wir dann auch 90 Minuten Sightseeing mit Hintergrundwissen.
Fazinierend ist der Blick aus den königlichen Gemächern auf das Taj Mahal. Wenn man am Fenster steht ist das Taj Mahal klein, geht man weiter weg wird es größer. Auf den Bildern ist das gut zu erkennen.

Am Ende brachte er uns noch zu unserem Wagen und übersetzte das Verhandlungsgespräch, da wir noch weiter zum Baby Taj wollten und dann ins Hotel.

Wir einigten uns schließlich mit dem Kutscher darauf ihm nochmals 400 INR zu zahlen. Deutlich teurer als eine Rikscha, aber der Unterhalt für das Pferd sollte auch bedacht sein. Leben und leben lassen!

Unser Kutscher war glücklich und wir um eine Attraktion reicher. Wobei man das Baby Taj nicht gesehen haben muss. Es bietet sich jedoch bei einem Tagesausflug an.

Am Nachmittag im Hotel war unser Zimmer dann auch bezugsfertig.
Der Standard im Hotel Maya ist mit einer deutschen Pension vergleichbar. Unser Zimmer mit AC kostete 800 INR und war sehr sauber. Hier habe ich das erste Mal gesehen, dass jemand den Boden feucht wischt.
Mein Fazit: Sehr zu empfehlen.

Blick auf das Taj Mahal

Für unser Abendessen gingen wir nochmals auf Wanderschaft.
Wer gerne auf Dachterrassen sitzt, dem lege ich das Hotel Sunday ans Herz.

Hier haben wir etwas überteuert (Speisen zwischen 140 und 200 Rupien) aber mit bester Aussicht auf das Taj Mahal zu Abend gegessen.

Wichtig: Hier kommt das Insektenspray in Aktion. Vorher eincremen oder –sprühen, sonst gibt es kein entspanntes Abendessen.